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19.12.2017 16:06 Alter: 211 days
Kategorie: Schwimmteam (STB), Schwimmen
Von: Sören Purschke

Radeck und Purschke trumpfen mit Rekorden bei Deutschen Meisterschaften auf


In der vergangenen Woche fanden in Berlin die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften auf der 25-Meter-Bahn statt. Auch in diesem Jahr war das SchwimmTeam Bielefeld wieder vertreten. Diesmal qualifizierten sich mit Jule Radeck (Jg. 97) und Jannik Purschke (Jg. 98) zwei Schwimmer. Beide mussten im Qualifikationszeitraum, der im November 2016 begann und im November 2017 endete, unter die besten 100 Schwimmerinnen und Schwimmer gelangen.
Während Radeck sich auf den 1500 Meter Freistil als 70. qualifizierte, schaffte Purschke auf den 800 Metern Freistil im Vorfeld den 60. Platz.

Mit dieser souveränen Qualifikation im Rücken konnten die beiden Langstrecken-Asse die letzten Trainingswochen vor der Deutschen Meisterschaft sehr konzentriert und fokussiert angehen. Es wurde von Trainerseite zum einen viel an der Technik gearbeitet und zum anderen am passenden und gleichmäßigen Angangstempo, denn bei solch langen Distanzen rächt sich ein zu schnelles Anfangstempo sehr schnell und wirkt sich negativ auf die Endzeit aus.
Jannik Purschke hatte sich zudem als Ziel gesetzt, mehr auf die Wenden zu achten, denn besonders im "kurzen" Becken ist die Wendenausführung sehr wichtig. Dieses setzte er sehr konsequent bis zum Ende um. Seine bisherige Bestzeit von vor vier Wochen konnte er nochmals um weitere 7,5 Sekunden auf 8:35,06 min. unterbieten, welches ihm im Endeffekt den 42. Platz im nationalen Vergleich brachte und eine enorme Verbesserung innerhalb so kurzer Zeit ist.
Um seine Leistung passend einzuordnen muss erwähnt werden, dass seit über vier Jahren kein Schwimmer des Bezirks Ostwestfalen-Lippe schneller war und zum anderen seit fast zwei Jahrzehnten kein Bielefelder Schwimmer so schnell auf dieser Strecke war wie Purschke. Nebenbei unterbot er seinen eigenen STB-Altersklassenrekord und schwamm auf Rang zwei der STB-Vereinsbestenliste, dicht folgend auf Hermann-Christian Walkenhorst, der vor knapp 20 Jahren bei Junioren-Europameisterschaften gestartet ist.

Jule Radeck hatte sich erstmalig für einen Einzelstart auf nationaler Ebene qualifiziert und ging somit ebenfalls hochmotiviert an den Start. Der studienbedingte Wechsel der gebürtigen Trierin schlägt schwimmerisch sehr gut an, da Radeck so schnell wie noch nie ist.
Ihre alte Bestzeit von 18:15 min. auf den 1500 Metern bedeuteten schon im Qualifikationszeitraum zur Meisterschaft neuen Vereinsrekord. Diesen galt es zu verbessern und Radeck setzte dieses perfekt um. Gleichmäßige Zeiten wie ein Uhrwerk führten schon nach halber Distanz zu einer neuen Bestzeit auf 800 Metern - und das im "Vorbeigehen". Die Folge der Konstanz war eine grandiose Verbesserung auf 18:05,01 min. bzw. um zehn Sekunden und erneut ein Vereinsrekord. Damit belegte sie deutschlandweit den 38. Platz. Auch bei Radeck ist zu erwähnen, dass es in der Historie des Schwimmbezirks Ostwestfalen-Lippe erst zwei andere Schwimmerinnen jemals gab, die schneller waren. Herausragend also für die Neu-Bielefelderin, die jetzt komplett angekommen ist in ihrer neuen Heimat.

Die beiden Aktiven waren somit rundum zufrieden mit der DM und konnten den langen Weg nach Hause mit dem mitgereisten Trainer Sören Purschke antreten. Sie nehmen jetzt den Schwung des Erfolgs mit ins Training und wollen den jüngeren Aktiven zeigen, zu welchen Leistungen man im Stande ist bei entsprechendem Engagement.


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