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27.11.2016 20:15 Alter: 2 yrs
Kategorie: Schwimmen, Schwimmteam (STB)
Von: Andreas Klein

Talentis Aquawede: Ausdauer auch kein wirkliches Problem


Das Team nach erfolgtem Einschwimmen / Dreifachsieg für Nicole, Kira und Lena (von links) / Ina gewinnt einen Prämienlauf / Lustige Spiele in den Wettkampfpausen / Coole Hose in einer Wettkampfpause

Beim Braker Adventsschwimmen herrschte im Lager der Stützpunktgruppe Aquawede beste Stimmung. Nachdem in der letzten Woche bereits viele Ihre ersten Wettkampferfahrungen in Helpup gesammelt hatten, ging’s diesmal für alle Gemeldeten auf die für das Alter längeren 50m-Distanzen. Der erwartete Technikeinbruch auf der zweiten Rennhälfte blieb jedoch aus, so dass alle gute Ergebnisse zeigten. Dies waren für viele gleichbedeutend mit dem Gewinn von Medaillen.

Die schwierigste Aufgabe gab’s gleich zu Beginn. In den letzten Wochen war ein Trainingsschwerpunkt im Bereich der Rückenwenden und Rückenanschläge gesetzt worden. Die Zeit reichte aber nicht aus um allen die nötige Sicherheit zu geben. Aus diesem Grund zeigten fast alle noch konventionelle Wenden, Sicherheit ging da erstmal vor. Obwohl beim Einschwimmen noch zahlreiche gute Wenden gelangen, versuchte sich letztendlich nur Lena Krug (8 Jahre) an der komplizierten Bewegung und machte auf Anhieb Vieles richtig. Da sie eine regelgerechte Wende zeigte hatte sie gleich schon mal eine Sekunde gespart. Im Ziel freute sie sich über die neue Bestzeit von 0:54,8 min. Noch schneller war allerdings Kira Sohrmann: Obwohl Sie vorsichtig wendete konnte sie dank kraftvoller Armzüge und guter Wasserlage in 0:54,5 min knapp vorher anschlagen. Den Dreifachsieg im Jahrgang machte dann zur Freude der Trainer Nicole Kirsch komplett; Sie schwamm gewohnt ruhig und konnte ebenfalls mit guter Wasserlage und einem großen Zyklusweg überzeugen. Bemerkenswert war dabei vor allem das das Siegerduo dabei schneller war als Leonie Haering, die in 0:55,1 min die Wertung der Neunjährigen gewann. Auch sie freute sich im Ziel über eine Verbesserung von fünf Sekunden im Vergleich zu Vorwoche. Bei den Jungs zeigte das Duo der achtjährigen David Munteanu/Jonah Schupp die besten Leistungen: Während Munteanu wie bereits in der Vorwoche die meiste Kraft hatte (0:56,5 min), versuchte Schupp die Sache mit guter Technik zu lösen (0:58,0 min). Beide freuten sich über Medaillen und werden sicherlich noch schneller. Der neunjährige Max Hallau (0:58,2 min) schwamm seinen ersten Wettkampf und überzeugte dabei mit guter Beinarbeit und vollem Einsatz.

In der Mittagspause wurde nochmal fleißig an den Rollwenden geübt, das führte dazu das diese dann verstärkt angewendet wurden. Die Auftaktbewegung aus der Bauchlage ist ja auch einfacher, der Schwimmen sieht viel Besser, wann die Wand erreicht ist. Vorher unternahm ein Quartett aber noch einen erfolgreichen Ausflug in den Bereich Brustschwimmen: Lena Krug holte sich hier in 0:56,8 min die ersehnte Goldmedaille, die sie in Rücken ja knapp verpasst hatte. Am schnellsten war jedoch die ein Jahr ältere Ina Köllemann (0:56,0 min), die ihre gute Leistung aus der Vorwoche damit bestätigte. Die dritte Medaille ging nochmal an Kira Sohrmann (0:59,4 min) die sich durch gute Beinarbeit hervortat. Überzeugend war auch das Rennen von Sinja Brandes, ihr gelangen diesmal vor allem regelgerechte Anschläge.

Zum Abschluss gab’s dann mit 50m Freistil die schnellsten Rennen des Tages: Die beste Zeit aller Mädchen erreichte Leonie Haering in 0:46,9 min, dies reichte zum Sieg. Sie machte sich das Leben allerdings unnötig schwer da sie versehentlich beim Start den anderen einen Vorsprung gab und somit eine spannende Aufholjagd starten musste. Wenige Hundertstel dahinter aber dafür ja ein Jahr jünger erreichte Lena Krug ihre zweite Goldmedaille am ersten Advent. Sie zeigte auch hier die beste Rollwende und belohnte sich dabei für das viele Training in der Mittagspause. Noch nicht ganz so schnell aber technisch auch sehr schön schwamm Nicole Kirsch. Nachdem David Munteanu ja bereits in der Vorwoche der Schnellste im ganzen Team war wollte er dies auch auf der doppelten Distanz beweisen. Obwohl er das Kraulschwimmen erst in der Grobform zeigte konnte er in 0:43,8 min die Position beibehalten und freute sich auch über seine erste Rollwende im Wettkampf. Herausragend sind dabei seine Kraftwerte und auch seine Unerschrockenheit. Das spannendste Duell hatten sich die Aktiven aber bis zum Schluss aufgehoben. Jonah Schupp und Onur Yazmann sicherten sich hinter Munteanu zeitgleich in 0:46,98 die beiden verbleibenden Podiumsplätze und schafften damit den zweiten Dreifachsieg fürs Team. Das Rennen selber war geprägt vom stetigen Wechsel: Yazman erwischte den aggressiveren Start und lag nach 12m deutlich vorn. Dank seiner guten Technik kam Schupp aber bis zur Wende wieder heran und zog gleich. Beide schwammen eine fürs erste Mal ordentliche Rollwende, danach eroberte sich Yazmann wieder einen kleinen Vorsprung. Schupp hatte jedoch bestens aus der Vorwoche gelernt und zeigte einen tollen Endspurt. Im Ziel war lange nicht klar wer gewonnen hatte, die Zielrichter einigten sich letztendlich auf ein sogenanntes „totes Rennen“, also auf eine gleiche Zeit für beide.

Das Trainerteam war insgesamt sehr zufrieden mit dem gezeigten Ausbildungsstand, vor allem mit der Tatsache das in den einzelnen Rennen kein großer Leistungsabfall auf der zweiten Bahn sichtbar war. In der nächsten Woche, der letzten des ersten Trimesters können alle beim ersten Trimestertest beweisen was sie gelernt haben und weitere Preise gewinnen. Damit endet dann das Probetraining und das zweite Trimester kann beginnen.


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