29.01.2007 00:00 Alter: 12 yrs
Kategorie: Schwimmteam (STB)
Von: Andreas Klein

SchwimmTeam Bielefeld
zehn Jahre erfolgreich im Wettkampfbetrieb


Die drei Finalteilnehmer aus Bremen 2002: Benjamin Braun, Ramona Wullenkord, Christian Wagner

Die aktuelle Zweitligamannschaft 2006 in Gladbeck: Hendrik Deters, André Klose, Igor Uwarow, Nils Kramer, Benjamin Braun, Sören Purschke, Tim Ostmeier, Karsten Schmidt, Christian Wagner

Am vergangenen Wochenende jährte sich die Gründung des Schwimmteams Bielefeld zum zehnten Mal. Nach langen und gründlichen Verhandlungen war es am letzten Januarwochenende 1997 soweit: Alle Aktiven des neu gegründeten Verbundes starteten erstmals gemeinsam bei Wettkämpfen. Dem Schwimmteam bestehend aus drei Vereinen schlossen sich zwar  trotz diverser Angebote keine weiteren Vereine an, aber es entstand erstmals langfristig einen stabilen Verbund, der bis heute gut funktioniert.

Zu Beginn gab es gleich ein Mammutwochenende; der Großteil der Aktiven startete beim Heimwettkampf „Fangs sportlich an“ und die erste Männermannschaft nahm das Unternehmen Aufstieg in die Oberliga bei den DMS in Angriff. Die neu gegründete Startgemeinschaft der drei ambitionierten Vereine 1. Bielefelder SV, SV Brackwede und SpVg Heepen hatte sich zum Ziel gesetzt, die vorhandenen Potentiale im Bielefelder Schwimmsport langfristig zu bündeln und so den Aktiven ein kontinuierlich gutes Angebot zu bieten. Seit Gründung ist deshalb auch kein Aktiver wegen fehlender sportlicher Förderung aus Bielefeld gewechselt, wie vorher oft geschehen. Durch Zusammenlegung der Trainingszeiten von drei Vereinen kann tägliches Training angeboten werden, das Limit ist somit nicht mehr das Trainingsangebot, sondern die fehlende Zeit der Schüler. Weiterhin organisierten die Trainer in den letzten Jahren unter anderem mit komplexer Leistungsdiagnostik in Leipzig viel externe Unterstützung, außerdem gab es allerhand Beratung und Diagnose von externen Fachleuten (z. B. Saluto, Physioline, OSP Hamburg).

Die ersten Jahre waren geprägt durch die Neustrukturierung der Nachwuchsförderung und schnelle DMS-Erfolge in der offenen Klasse. Die Männermannschaft schaffte nach zwölf Monaten den Durchmarsch in die zweite Bundesliga, in der sie bis heute schwimmt. Diese Dauerleistung wurde durch gute Nachwuchsarbeit und geringe Fluktuation im Team erreicht. Gleich im ersten Jahr gewann zudem Hermann-Christian Walkenhorst Silber über 100m Freistil bei den Deutschen Meisterschaften, danach gab es allerdings eine Lücke. Daher wurde die Nachwuchsförderung völlig neustrukturiert, was sich in den Folgejahren langsam auszahlte. Unter anderen wurde sie mit dem Förderpreis des Bezirkes OWL ausgezeichnet. Später wurde das Konzept im Projekt Talentis weiterentwickelt, welches maßgeblich vom STB mitgetragen wird. Trotz diverser Ups and Downs konnte das Ziel erreicht werden, einen kontinuierlichen Betrieb auf hohem Niveau zu gewährleisten, auch wenn Trainer aus beruflichen Gründen wechselten oder Aktive nicht mehr zur Verfügung standen.

Ab dem Jahr 2000 waren deshalb jährlich drei bis sechs Teilnehmer des STB bei Deutschen Meisterschaften am Start. Es gab seitdem zwölf Aktive, die die harten Normen unterboten und das STB bei den „Deutschen“ vertreten durften. Die größten Erfolge feierte Christian Wagner mit insgesamt 6 Medaillen, zuletzt Bronze über 100m Freistil im vergangenen Sommer in Berlin. Aber auch Nils Kramer, Benjamin Braun und Ramona Wullenkord schafften sehr beachtliche Finalteilnahmen. Herausragend in der Breite war sicherlich das Jahr 2002 mit insgesamt sechs Finalteilnahmen in Bremen durch Wagner, Braun und Wullenkord. Im gleichen Jahr zählte zudem das Nachwuchsteam in NRW zu den besten sechs Mannschaften, ein bisher nie dagewesener Erfolg. Aktuell schickt sich vor allem Hendrik Deters an diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Die Erfolge wurden fast ausschließlich mit Aktiven aus den eigenen Reihen ohne Verpflichtungen von außerhalb erreicht, dies führte zu geringer Fluktuation in der Mannschaft und einer hohen Identifikation mit dem Verein. Soweit beruflich möglich, ist es oft gelungen erfolgreiche Aktive als Trainer zu integrieren. Aktuell sind mit Sandra Wullenkord, Christian Wagner und Tim Ostmeier drei der erfolgreichsten Aktiven der letzten Jahre dabei ihr Wissen erfolgreich weiter zu geben. Des Weiteren war das STB aber auch immer für Neuankömmlinge in der Stadt attraktiv. Zuletzt gelang es mit Johannes Oesterling sogar einen ehemaligen Olympiateilnehmer als Trainer zu verpflichten.

Das STB ist aber weit mehr als nur als nur das STB-Team, sondern hat auch einen gesunden Unterbau. Die zweite Mannschaft, in der sich die Aktiven auf OWL-Meisterschaften vorbereiten und gegebenenfalls eine Teilnahme an NRW-Meisterschaften anpeilen ist sehr beliebt und platz aus allen Nähten. Weiterhin sind natürlich die vielen Nachwuchsmannschaften mit ihren Trainern das Rückgrat, die Gruppen heißen und hießen deshalb auch treffend „Team Zukunft I-V“.

Für die Zukunft wünschen sich alle Beteiligten eine Fortführung, bzw. den Ausbau der Erfolge, da zusammen mehr erreicht werden kann, als wenn jeder einzeln kämpft. Die Beteiligung weiterer Vereine ist daher wünschenswert, damit Bielefeld auch in Zukunft überregional gut vertreten ist.


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