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22.04.2015 19:07 Alter: 3 yrs
Kategorie: Fussball
Von: Ariane Mönikes / NW

Kicker wollen Kunstrasen

Tennenplatz auf dem Heeper Schützenberg soll 2016 umgebaut werden


Möchten dem Tennenplatz so schnell wie möglich Adé sagen: Nico Fuhrmann, Heinz Brosig, Michael Grieswelle, Stefan Worbs (alle Sportvereinigung Heepen) und Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (SPD, v. l.). - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT / NW

Die Fußballplätze in Heepen haben so ihre Tücken: Der Rasenplatz ist bei Nässe unbespielbar, der Tennenplatz bei Bodenfrost und Tauwetter. Zudem ist die Verletzungsgefahr groß. Deshalb plant die Sportvereinigung Heepen, den Tennenplatz auf dem Schützenberg zu einem Kunstrasenplatz umzubauen. Schon 2016 soll darauf gespielt werden. Der Verein aber benötigt Fördermittel – darüber muss der Sportausschuss jetzt entscheiden.

Der Umbau sei nötig, damit dem Verein der Nachwuchs nicht ausgeht, sagt Stefan Worbs, 1. Vorsitzender der Sportvereinigung. Der Druck ist da: Denn immer mehr Nachbarvereine hätten bereits einen Kunstrasenplatz – und auch für den Umbau der Sportplätze zu Kunstrasenplätzen in Hillegossen und Altenhagen hat die Politik bereits grünes Licht gegeben.

Übungsleiter hätte der Verein bereits verloren, auch ältere Jugendspieler seien zu den Nachbarvereinen abgewandert, weiß Fußballobmann Michael Grieswelle. Und eben diese Spieler fehlen den Heepern. Es werde immer schwieriger, A-, B- und C-Jugend-Mannschaften zu stellen, weiß auch Worbs.
In der aktuellen Saison konnten diese Mannschaften zwar noch gemeldet werden, aber es sei nur schwer möglich, den „Wechseltrend“ zu stoppen. Zumal der Rasenplatz auch kein echtes Argument für Heepen sei, da aufgrund vieler Unebenheiten und Löcher das Verletzungsrisiko im Trainings- und Spielbetrieb groß sei.

150 Junioren- und mehr als 100 Seniorenspieler könnten von dem neuen Kunstrasenplatz profitieren, vermutet Worbs. Nutznießer sollen aber nicht nur die Fußballer sein. „Die Heeper Schulen haben bereits Interesse gezeigt, die Anlage regelmäßig zu nutzen.“

Die Pläne liegen in den Schubladen, ohne die Fördermittel aus der Sportpauschale des Landes NRW aber ließe sich der Umbau nicht realisieren, wissen die Verantwortlichen.
475.000 Euro könnte der Platz laut Grieswelle kosten. 2012 haben die Heeper bereits einen Gönnerkreis gegründet, über den private Geldspenden generiert werden. Auch 53 neue Werbepartner wurden bereits gefunden. Zudem ist 2013 ein Sonderbeitrag für die Mitglieder der Fußballabteilung eingeführt worden, um das Projekt finanziell stemmen zu können.

Neben dem Eigenkapital steht die Finanzierung des Platzes aber noch auf zwei weiteren Standbeinen: den Fördermitteln aus der Sportpauschale, über die der Sportausschuss im Juni oder September abstimmen wird, sowie einem Kredit, der bei Bewilligung durch die Hauptversammlung der Sportvereinigung von der Fußballabteilung bedient werden soll, um den Gesamtverein nicht zu belasten. Der stehe hinter dem Projekt, weiß Michael Grieswelle. Trotzdem ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (SPD) unterstützt die Sportler. „Der Verein leistet hervorragende Jugendarbeit“, sagt er. „Heepen ist ein junger Stadtteil – und mit Kunstrasen sicherlich noch viel attraktiver für junge Familien als jetzt.“


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