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04.08.2015 22:11 Alter: 3 yrs
Kategorie: Fussball
Von: Ariane Mönikes / NW

Kunstrasen kommt in 2016

Ascheplatz auf dem Heeper Schützenberg wird umgebaut / Geld vom Land fließt


Verlegen fürs Foto schon einmal den Kunstrasen: Kim Sauerland, Michael Grieswelle und Stefan Worbs (v. l.) von der Sportvereinigung Heepen auf dem Ascheplatz am Lübrasser Weg. Foto:Andreas Frücht / NW

Die Pläne gibt es schon länger, jetzt nehmen sie Form an: Die Sportvereinigung Heepen will ihren Ascheplatz zu einem Kunstrasenplatz umbauen. 155.000 Euro kommen aus der Sportpauschale. Im kommenden Jahr soll gebaut werden, in der Spielzeit 2016/17 kann dann auf dem neuen Grün gespielt werden.

Zunächst aber müssen die Mitglieder der Sportvereinigung auf ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag, 28. August, noch ihr Votum geben. Vereinsvorsitzender Stefan Worbs hat aber keinerlei Bedenken. "Der gesamte Verein steht hinter dem Projekt", sagt er. "Der Kunstrasen wird kommen."

Der Umbau sei dringend nötig, damit der Nachwuchs den Verein nicht verlasse. Weil immer mehr Vereine in der Stadt bereits einen Kunstrasenplatz hätten, sei der Druck groß.

Wie am 22. April berichtet, sind die Fußballplätze in Heepen in nicht sonderlich gutem Zustand. Der Rasenplatz kann bei Nässe nicht bespielt werden, der Ascheplatz nebenan ist bei Bodenfrost und Tauwetter unbespielbar.

Fußballobmann Michael Grieswelle hofft, dass sich - wenn der Kunstrasen dann da ist - auch wieder eine Mädchen- oder Damenmannschaft formiert. "Für den Ascheplatz konnten wir die Mädchen bislang nicht begeistern", sagt er.

509.900 Euro soll der neue Platz laut Grieswelle kosten. 155.000 Euro werden aus der Sportpauschale des Landes NRW nach Heepen fließen, das hat der Sportausschuss in seiner Juni-Sitzung bereits beschlossen. Vor drei Jahren hat der Verein einen Gönnerkreis gegründet, aus dem Geldspenden generiert werden. 110.000 Euro sind so schon zusammengekommen. Zudem gibt?s seit zwei Jahren einen Sonderbeitrag für die Mitglieder der Fußballabteilung, damit das Projekt realisiert werden kann. Das Geld aber reicht nicht - deshalb muss der Verein ein Darlehen aufnehmen, über das die Mitglieder jetzt entscheiden.

Der Umbau des Platzes ist dann für die kommende Sommerpause geplant. Laut Kim Sauerland aus der Fußballabteilung werde der rund acht Wochen dauern. Bevor die 8.295 Quadratmeter Kunstrasen verlegt werden können, muss zunächst die Asche abgetragen und entsorgt werden. Schicht für Schicht könne der Kunstrasen dann aufgetragen werden. "Das dauert eben seine Zeit", sagt Sauerland.

Eine Haltbarkeit von etwa 18 Jahren hätte der Kunstrasen. Nach dieser Zeit müsse aber kein neuer Rasen verlegt werden, lediglich die oberste Schicht müsse abgetragen werden. Laut Stefan Worbs ist der Verein derzeit mit mehreren Firmen im Gespräch, ein Auftrag kann aber erst erteilt werden, wenn finanziell alles in trockenen Tüchern ist.

15 Mannschaften, vier aus dem Seniorenbereich und elf Nachwuchsmannschaften, würden von dem neuen Kunstrasen profitieren. Aber nicht nur die Heeper Fußballer sollen darauf spielen, auch Schulen könnten die Anlage am Lübrasser Weg regelmäßig nutzen.

© 2015 Neue Westfälische


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