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28.07.2012 13:33 Alter: 6 yrs
Kategorie: Hauptverein
Von: Ivo Kraft (Neue Westfälische)

Erfolgreich am Heeper Ruder

SPORTLER IM EHRENAMT: Der Vorsitzende Gerd Fuhrmann hofft auf einen milden Winter


Den Verein im Griff: Gerd Fuhrmann peilt die Marke von 2.000 Mitgliedern an. FOTO: KRAFT

Bielefeld. Der Mann ist vorbereitet. Kaum, dass der Berichterstatter Platz genommen hat, hat Gerd Fuhrmann schon einen kurzen Abriss über seine Zeit vor der Sportvereinigung Heepen gegeben.

Geboren wurde Fuhrmann in Braunschweig. Die Wirren des Zweiten Weltkriegs trieben ihn über die Zwischenstation Bremen nach Minden. Obwohl er das immer wieder Handballer produzierende Bessel-Gymnasium besuchte, verschlug es Fuhrmann zum Rudern. „Ich bin immer zwischen Weser und Kanal gerudert und habe über die Fuß- und Handballer gegrinst, die auf einem staubigen Platz schwitzen mussten, während wir übers kühle Wasser glitten“, erinnert sich der 70-Jährige. An den Riemen war Fuhrmann nicht unerfolgreich. „Ich habe sogar mal mit dem Olympiasieger von 1960, Bernhard Knubel, trainiert. Allerdings war ich zu klein, um ein richtig guter Ruderer zu werden“, so Fuhrmann.

Nach einem Kurzurlaub verschlug es Fuhrmann nach Bielefeld: 1971 lernte er seine spätere Frau in den Ferien kennen – „eine waschechte Heeperin“. Gegenüber von ihrem Elternhaus bauten die Fuhrmanns, und als Sohn Nico in der F-Jugend mit dem Kicken begann, war die Brücke zur SV Heepen geschlagen. Fuhrmann begleitete seinen Filius zum Sport, trainierte fortan Jugendteams und übernahm auch bald das Amt des Jugendleiters im Verein.

1996 wurde Fuhrmann stellvertretender Vorsitzender im Gesamtverein und bei den Fußballern. Als ob das noch nicht reichen würde, übernahm er auch noch das Amt des Jugendleiters im Gesamtverein. „Da mein Sohn immer dabei war, hat meine Frau dieses Engagement auch toleriert“, berichtet Fuhrmann, inzwischen an der ersten Tasse Kaffee nippend. Seinen Sohn hat der ehemalige Ruderer längst mit ins Vorstandsboot geholt. „Wir haben ihm günstige Wohnkonditionen verschafft. Dafür musste er etwas im Verein übernehmen“, berichtet Fuhrmann lächelnd. Der 34-Jährige Nico fungiert derzeit als Geschäftsführer und Pressewart.

Vater Gerd steht seit nunmehr zehn Jahren den Heepern vor. Als erste Mammutaufgabe musste die Fast-Insolvenz der TSG Altenhagen-Heepen abgewickelt werden. „Den größten Batzen schulterten die beiden Stammvereine. Dafür haben wir acht lange Jahre gebraucht“, berichtet Fuhrmann. Jetzt könne der Verein wieder in die Dinge investieren, die der Klub auch wolle. Dies haben die Heeper mit ihrer Skate-Arena, die in den Heeper Fichten entstehen wird, getan. „Der Wunsch aus der sehr engagierten Skating-Abteilung ist vor vier Jahren entstanden. Wir werden eine von zwei Anlagen in ganz Nordrhein-Westfalen haben“, sagt Fuhrmann stolz.

Beim ersten (und einzigen) Keks ist zu erfahren, dass die ernsthaft fahrenden Skater zu Trainingseinheiten bisher nach Leverkusen oder Gera reisen mussten. Fuhrmann: „Wenn die Arena steht, können wir irgendwann auch Deutsche Meisterschaften ausrichten.“ Im Herbst wird der erste Spatenstich an der Arena getan, im Frühling soll die Anlage fertig sein. Fuhrmann: „Dafür muss der Winter aber ziemlich mild werden. Am besten wäre ein Winter ohne Frost und Schnee.“

Mit der Skate-Arena verbindet Fuhrmann eine kurzfristige Zielsetzung. „Wir wollen die Marke von 2.000 Mitgliedern knacken.“ Das sollte bei lediglich vier fehlenden Mitgliedern eigentlich kein großes Problem darstellen. Für die kommenden zwei Jahre kann der frisch wieder gewählte Präsident also noch weitere Vorhaben angehen. „Schön wäre es, wenn kommendes Jahr mein Stellvertreter Stefan Worbs auch wiedergewählt würde. Wir sind ein gut eingespieltes Team“, meint Fuhrmann, der sich vorstellen könnte, über die jetzige Amtszeit hinaus am Ruder zu bleiben.

Wenn seine Amtsführung ebenso stringent und angenehm verläuft wie Termine mit Pressevertretern, wäre das nicht die schlechteste Nachricht für die Heeper.


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