Die SVH-Story

....erzählt von Willi Castrup und Stefan Worbs

Auf ein Jahrhundert eigene Geschichte blickt unser Verein zurück. Solange ist es nunmehr her, als sich am 24.7.1894 einige sportbegeisterte und turnfreudige Männer in Heepen zusammensetzten, um die Grundlage für den Sport und Leibesertüchtigung zu schaffen. Es wurde ein Turnverein gegründet und sofort eine Satzung ausgearbeitet. Am 2.8.1894 fand dann die erste offizielle Versammlung statt „Zum Zwecke der Genehmigung der Statuten und Wahl der Vorstandsmitglieder". 1. Vorsitzender wurde ein Kaufmann Siebenhaar. Nach der Satzung sollte zunächst nur das Männerturnen gepflegt werden. Mit welchem Ernst der Verein geführt werden sollte, mag daraus ersichtlich sein, dass in der Satzung verankert war, für ein Fehlen in der Turnstunde 20 Pfg. und für Zuspätkommen 10 Pfg. zu zahlen. Vereinslokal wurde der Gasthof Wedding.

Eines der ältesten Fotos der Vereinsgeschichte:

Der Verein existierte kaum, da musste nach 3 Monaten schon wieder ein neuer 1. Vorsitzender gewählt werden. Der bisherige schied aus, da er nach dem Sitzungsprotokoll vom 31.10.1894 den Verein wegen „hoher Vermuthung nach durch Überteuerung der Sachen um einen Posten geschädigt" hatte. Nachfolger wurde Turnbruder H. Puls. Sehr erschwerend für den Verein war vor allem, dass alle Turngeräte selbst angeschafft werden mussten. Aber schon nach ganz kurzer Zeit waren 1 Reck, 1 Sprunggestell und Stäbe beschafft worden, ein Barren durfte von der Schule benutzt werden. Ab März 1895 stand dieser dem Verein aber nicht mehr zur Verfügung. Es musste also ein solcher selbst angeschafft werden. Dieser kostete s. Zt. 92,- Mark. Da die Vereinskasse einen solchen Betrag nicht zur Verfügung hatte, wurden die Ehrenmitglieder (wahrscheinlich die Gründer des Vereins) zu einer entsprechenden Umlage aufgefordert. Am 29.6.1895 nahm dann der in Heepen bekannte Spediteur Wilh. Westerhoff die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender in die Hand. Im März 1896 wurde beschlossen, erstmalig ein Stiftungsfest zu feiern, und zwar in einem beim Vereinswirt Wedding aufgebauten Zelt. Die Stiftungsfeste wurden dann laufend wiederholt. Ab 1897 konnten dann wieder Turnplatz und Geräte der Schule benutzt werden. Im gleichen Jahr wurde die Anschaffung einer Fahne beschlossen, Fahnenweihe fand am 18.7.1897 statt. Alljährlich wurde an den stattfindenden Bezirks-, Kreis- und Gauturnfesten der Deutschen Turnerschaft, deren Mitglied der Verein war, teilgenommen. Mancher Sportler kehrte stolz als Sieger von diesen Festen nach Heepen zurück.

 

Im November 1905 wurde erstmals über die Gründung einer Damenturnriege gesprochen. Doch dieser Gedanke wurde beiseite geschoben, da einige Herren des Vereins glaubten, es verstoße gegen die Moral, wenn junge Frauen und Mädchen sich im Turnanzug bewegten und noch dazu in Gegenwart eines männlichen Vorturners. Aber schließlich wurde dann doch kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges eine solche ins Leben gerufen.

 

1904 fand dann auch die Gründung des Arbeitersportvereins in Heepen und Beitritt zum Arbeiter- Turn- und Sportbund statt. Gründer waren Gustav Stieghorst und Franz Meinke. Letzterer wurde 1. Vorsitzender, später 1926 Albert Bauer. Zunächst pflegte man auch nur das Männerturnen. An Veranstaltungen und Turnfesten des Arbeiter- Turn- und Sportbundes wurde ebenfalls teilgenommen. So hatte das kleine Dorf Heepen nun zwei Sportvereine. 1914 aber wurde die Arbeit in beiden Vereinen durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen. Nach Kriegsende 1918 nahmen aber schon bald beide Vereine ihren Sportbetrieb und Aufbau im Vereinswesen wieder auf. Neue Mitglieder stellten sich neben alten zur Verfügung und ein reger Betrieb war in beiden Vereinen zu verzeichnen. Neben dem Männerturnen wurde nun auch das Frauen- und Mädchenturnen aufgenommen und intensiv gefördert. Im Arbeitersportverein wurde die Aufstellung einer Fußballmannschaft beschlossen. Gespielt wurde zunächst in der Fehring´schen Wiese an der heutigen Bullrichstraße. Geführt wurde der Verein dann unter dem Namen „Jahn Heepen". Vereinslokal wurde die Gaststätte Säger. Beide Vereine stellten alsbald gemeinsam bei der Gemeinde einen Antrag auf Beschaffung eines Sportplatzes. 1921 stellte die Gemeinde in Verlängerung der jetzigen Straße Kirchfeldweg die so genannte Ochsenwiese als Sportplatz zur Verfügung.

 

Im gleichen Jahr, am 15.7.1921, gab sich der Turnverein Heepen eine neue Satzung und bekannte sich darin zum Grundgedanken der Deutschen Turnerschaft (D.T.).

Die Turnabteilung 1924

1926 gründete die D.T. eine Schwimm-Abteilung. Im Freibad Kipp (gegenüber dem Schützenberg gelegen) fand mittwochs abends das Schwimmen und Training zu ermäßigten Preisen statt. Gleichzeitig entstand das Trommler- und Pfeifer-Corps (die Knüppelgarde). Dann folgte 1927 die Gründung einer Handball- und Schlagball-Mannschaft. Nachdem die Schützengesellschaft des Amtes Heepen 1928 vom Gut Lübrassen den Schützenberg käuflich erworben hatte, pachtete die D.T. den unteren Teil, den Festplatz. Dieser wurde in Eigenhilfe (jedes Mitglied hatte zunächst 20, später 40 Arbeitsstunden zu leisten) in etwa als Sportplatz hergerichtet. Damit hatte die D.T. einen eigenen Sportplatz. „"Jahn Heepen" spielte weiter auf der Ochsenwiese.

Teilnehmer des Bezirksturnfestes 1927

Als dann in beiden Vereinen das Sport- und Vereinsleben einen sehr guten Aufschwung genommen hatte, trat 1933 durch das Hitler-Regime eine grundlegende Wende im Sport ein. Der Arbeiter- Turn- und Sportbund, somit auch „Jahn Heepen", wurde sofort verboten und aufgelöst. Alle übrigen Sportverbände und –vereine, also auch die D.T., wurden in den neu gegründeten Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert. Die Vereine mussten nun nach dessen neuen Richtlinien geführt werden. Somit entstand in Heepen nur ein Verein, der Sportverein Heepen.

1. Vorsitzender blieb weiterhin der bisherige 1. Vorsitzende der D.T. W. Westerhoff. Als Sportplatz diente dem Verein nun der Schützenberg. Die Ochsenwiese wurde bebaut. Viele Mitglieder von „Jahn Heepen" schlossen sich dem neuen Verein an. 1934 sah sich Westerhoff veranlasst, den Vorsitz infolge der vielen neuen Richtlinien im Sport niederzulegen. Vereinsführer (nicht mehr Vorsitzender) wurde F. Moshage. Erwähnenswert sei hier, dass im neuen Vorstand nicht ein Mitglied vom Arbeitersportverein Jahn vertreten war. Aber trotz des Umschwungs lief in den folgenden Jahren das Vereinsleben wie üblich weiter und sowohl Turner, Hand- und Fußballer hatten in Bielefeld und darüber hinaus einen guten Ruf. Es blieben aber nur wenige Jahre, um sich weiter zu entfalten. 1939 schon wurde durch Ausbruch des 2. Weltkrieges die bis dahin geleistete Aufbauarbeit zerstört. Nach Beendigung dieses fürchterlichen Krieges fanden sich in Heepen aber sogleich wieder einige Männer der früheren Vereine „Jahn Heepen", der D.T. und des christlichen Eichenkreuzvereins zusammen und gründeten am 16.8.1945 den jetzigen Verein, die Sportvereinigung Heepen. Als Gründungsjahr legte man das älteste Datum der früheren Vereine, also 1894 das der D.T., für den jetzt gemeinsamen Verein zugrunde.

1. Vorsitzender wurde der frühere Vorsitzende von „Jahn Heepen" Albert Bauer. Der Sportbetrieb nahm seinen Anfang wieder mit Turnen, Handball und Fußball. In den einzelnen Sparten wurde gleichzeitig mit dem Aufbau von Jugend-, Schüler- und Schülerinnen-Riegen und -Mannschaften begonnen.

Die Handballmannschaft 1934

1947, also schon nach 2 Jahren, wurden jüngere Sportler an die Spitze des Vereins gestellt, und zwar Julius Halemeier als 1. Vorsitzender und Willi Castrup als Kassierer bzw. Geschäftsführer. Beides keine Unbekannten, waren Halemeier als Spielwart und Castrup als Fußballer schon vor dem Kriege im Verein aktiv gewesen. Sie wurden dann auch Denker und Lenker des Wiederaufbaus des Sports und der Vereinsgeschichte. Sie führten ihre Ämter über 30 Jahre lang aus. Manche Höhen und Tiefen mussten überwunden werden, wurden aber immer wieder mit vereinten Kräften gelöst. So auch insbesondere das Schmerzenskind der spielenden Mannschaften, der Sportplatz. Dieser befand sich nach dem Kriege in einem katastrophalen Zustand und war naturgemäß nicht bespielbar. Aber unter der neuen Führung wurde sofort beschlossen, den jetzigen alten Sportplatz so auszubauen, dass er den Erfordernissen für Fuß- und Handball in etwa entsprach. Es wurde zunächst erreicht, dass die Stadt Bielefeld ein halbes Jahr lang pausenlos den Hausmüll, vorwiegend Asche, auf den Schützenberg anfuhr. Dieser wurde in Eigenhilfe mit Bollerwagen und Karren auseinander gefahren und zur Spielfläche gestaltet. Zudem musste ein nicht unerhebliches Gefälle angeglichen werden. 1948, nach der Währung, bekam der Platz seine endgültige Aschendecke. Die Einweihung fand am 4. und 5. September 1948 in den eigens dazu aufgebauten Zelten am Schützenberg statt. Die Einnahmen aus diesem Fest halfen dem Verein zunächst über ein bestehendes Finanzloch hinweg, da er die entstandenen Kosten der Platzherstellung selbst aufzubringen hatte. Der Währungsschnitt Mitte des Jahres hatte sein übriges getan.

Hochverdiente Turner: Gustav Forgbert und August Halemeier

Am 31.12.1948 bestand daher vollkommene Ebbe im Vereinssäckel. Ganze 9,15 DM waren in der Kasse bei einer noch zu regulierenden Rechnung über 343,75 DM. Hierfür hatte bzw. musste sich ein Vorstandsmitglied verbürgen unter der Voraussetzung der Zahlung bis zum 1.4.1949. Die Mitgliederzahl belief sich am 31.12.1948 auf 239 zuzüglich Schüler und Schülerinnen. Die schwache Finanzlage machte es dem Vorstand nicht leicht, das Schiff flott zu halten. Denn am Platz standen noch laufend weitere mit nicht unerheblichen Kosten verbundene Arbeiten an. 1949 hatte sich als weitere Sparte eine Tischtennis-Abteilung gegründet, die aber später, aus welchen Gründen auch immer, wieder aufgegeben werden musste. 1950 wurde der Verein auf Grund der neuen Satzungen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bielefeld eingetragen. Am 22.4.1952 rief man eine Schwimm-Abteilung ins Leben, als feststand, dass am 25.5.1952 das Freibad Kipp wieder eröffnet wurde. Leider musste das Bad nach 10 Jahren wieder infolge schlechter Wasserproben (gespeist wurde das Bad mit Wasser aus der Windweh mittels Pumpanlage) geschlossen werden. Somit konnte die Schwimm-Abteilung nicht aufrechterhalten werden.

Wettkampfturnerinnen 1950

Im Laufe der Jahre hatten die Hand- und Fußballer einen enormen Aufschwung genommen. Die Folge war, dass damit auch immer wieder größere Ansprüche an den Sportplatz gestellt wurden, obschon dieser in den verflossenen Jahren stets weiter ausgebaut und auch erweitert worden war. Insbesondere mussten auch Flutlicht und neue Umkleideräume erstellt werden. Dies konnte nach vielen Bemühungen auch realisiert werden. Trotz allem stand der Sportplatz immer wieder zur Diskussion. Es musste einfach ein den genauen Größen entsprechender Platz her, möglichst mit Rasen und Rundbahn für die Leichtathletik, die im Verein vollkommen am Boden lag. Der Vorstand ließ nichts unversucht und wurde immer und immer wieder sowohl bei der Gemeinde als auch bei den politischen Parteien vorstellig. Die Bemühungen wurden schließlich belohnt. 1964 bot sich für die Gemeinde die Gelegenheit, neben dem alten Sportplatz ein entsprechendes Gelände zu erwerben. Damit hatte Heepen aber nicht ohne weiteres einen Sportplatz. Aber der Vorstand ließ nicht locker. Es ergaben sich noch viele Ungereimtheiten und Schwierigkeiten. Gemeinsam mit dem damaligen Amtsdirektor Krahmüller und Bürgermeister Stute wurden Halemeier und Castrup 1968 bei der Regierung in Detmold vorstellig und erreichten letztendlich, dass 1969 der Bau der jetzt vorhandenen Sportplatzanlage in Angriff genommen werden konnte. Endlich war es dann soweit. Im September 1971 wurde der neue Sportplatz für den Spielbetrieb freigegeben, nachdem schon im Mai das Jugendheim mit Umkleideräumen und Wohnung für den Platzwart bezugsfertig geworden war und benutzt werden konnte. Es war zwar kein Rasenplatz und es gab auch keine Rundbahn, aber immerhin, ein lang gehegter Wunsch des Vereins ging in Erfüllung.

Turnerinnen in den 1960er Jahren - ganz links: Übungsleiterin Grete Castrup

In den darauf folgenden Jahren wurden dann weitere Abteilungen ins Leben gerufen, die zu einer Bereicherung des sportlichen Angebots in Heepen führten. 1971 wurde die Tennis-Abteilung gegründet und in den folgenden Jahren die jetzige Tennisanlage mit dem 1979 errichteten Clubhaus geschaffen. Auch entstand 1971 eine neue Tischtennis-Abteilung. Als 1973 bekannt wurde, dass in Heepen ein Hallenbad gebaut werden sollte, fanden sich einige Mitglieder, um die Schwimm-Abteilung ins Leben zu rufen.

 

Die Handballer erweiterten ihr Angebot, indem der Frauenhandball eingeführt wurde.

 

Schließlich wurden die Satzungen überarbeitet. Die neuen Sparten und die Größe des Vereins machten dieses erforderlich. Am 3.6.1976 gelangten sie schließlich im Vereinsregister zur Eintragung.

 

Die Gründung der Karate-Abteilung im Jahre 1977 rundete das Vereinsangebot ab.

 

Am 1.1.1981 zählte der Verein mit seinen 2.395 Mitgliedern einschließlich Kindern zu den größten Vereinen Bielefelds. Im Laufe des Jahres 1981 entschloss sich Willi Castrup, sein Amt als Geschäftsführer niederzulegen, 1982 entschied sich Julius Halemeier, seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins zu beenden. Beide konnten auf über 3 Jahrzehnte aktiver und erfolgreicher Vorstandstätigkeit zurückblicken. Für dieses bewundernswerte ehrenamtliche Engagement wurde Willi Castrup zum Ehrenmitglied und Julius Halemeier zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Ab 1983 wurde der Vereinsvorsitz dann von Joachim Methe übernommen.

 

1983 sollte aufgrund des schlechten baulichen Zustandes und der politischen Diskussion über leere Kassen das Hallenbad geschlossen werden. Durch Spenden und Eigenleistungen der DLRG, des TuS Hillegossen und der Schwimmabteilung Heepen wurde das Bad renoviert. Eine Schließung konnte verhindert werden. Der Schwimmsport in Heepen wurde langfristig gesichert.

 

1987 wurde die Gründung der Koronargruppe beschlossen und so das Vereinsangebot nochmals ausgeweitet.

 

Im Juni 1988 konnte der Verein dann noch die Erweiterung seines Rasenplatzes mit den Darbietungen von Turnerinnen, Kara-Te und Fußballern gebührend feiern.

 

Die 1986 von der Handballabteilung mit den Handballern des TSV Altenhagen e. V. geschlossene Spielgemeinschaft erwies sich für die erste Herrenmannschaft ebenfalls wiederholt als ein Grund zum Feiern. Der größte bisherige Erfolg der TSG Altenhagen-Heepen war dann im Sommer 1993 der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga.

 

„100 Jahre Sport in Heepen" wurde im Juni 1994 mit einer großen Festveranstaltung auf dem Sportgelände im Schulzentrum Heepen gebührend gefeiert. An den fünftägigen Veranstaltungen gaben alle Abteilungen einen Einblick in ihre Arbeit, indem sie ihren Sport den Heeper Bürgern präsentierte und auch zum Mitmachen einlud. Abgerundet wurde das Programm durch verschiedene Darbietungen im Festzelt.

Der Vorstand im Jubiläumsjahr 1994

1996 startete mit dem SchwimmTeam Bielefeld der Versuch der Bielefelder Schwimmer durch Zusammenarbeit bessere Leistungen zu erreichen. Der Bielefelder Schwimmverein bildete zusammen mit den beiden Schwimmabteilungen des SV Brackwede und der SpVg Heepen eine Startgemeinschaft. Die Zielsetzung, Leistungssport trotz schwieriger Bädersituation zu betreiben, wurde durch kontinuierliche gute Arbeit und Unterstützung seitens der BBF erreicht. Das SchwimmTeam besteht aus knapp 1.000 Mitgliedern, von denen über 200 im Jahr an Wettkämpfen teilnehmen. Die sportlichen Leistungen konnten gesteigert werden - die Männermannschaft schwamm von der Landesliga in die zweite Bundesliga ein. Dies wurde durch verbessertes Training und die Rückkehr abgewanderter Bielefelder Spitzenschwimmer erreicht. Durch ein erfolgreiches Nachwuchskonzept konnte auch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften erreicht und ausgebaut werden.

 

Mit Gründung der Volleyballabteilung im Jahre 1998 wurde das Vereinsangebot weiter ausgebaut. Der Breiten-Volleyballsport wird ab 16 Jahren aufwärts gefördert.

 

Die Abteilung Kunstturnen bildet sich 1999 aus der Turnabteilung heraus. Sie ist die Abteilung in der SpVg Heepen. Weibliches Kunstturnen wird leistungs- und wettkampfbezogen an den Geräten Pferdsprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden betrieben.

 

2002 schließen sich die Handballer der TSG Bielefeld (TSV Altenhagen 03 und die SpVg Heepen e.V.) mit der SG TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (TuS Jöllenbeck e.V. und der Sportclub Bielefeld 04/26 e.V.) zur HSG 02 Bielefeld zusammen. Diese Spielgemeinschaft bezieht sich auf den gesamten männlichen Teil des Erwachsenenspielbetriebes aller vier Vereine.

 

Nach langer Vorbereitung und intensiver Gestaltungsphase präsentiert sich die SpVg Heepen e.V. seit Herbst 2002 auch im Internet. Unter www.sv-heepen.com wird versucht, den Verein mit allen Abteilungen den sport- und fitnessbegeisterten in seinen Bereichen des Leistungs-, Jugend- und Breitensports ein wenig näher zu bringen.

 

Im Frühjahr 2003 bildet sich aus der Abteilung Karate die Ju-Jutsu Abteilung heraus. Eine Gruppe von ca. 40 Kindern im Alter von 5 – 12 Jahren trainieren 2 Mal wöchentlich Selbstverteidigung.

 

2003 wird Talentis gegründet. Talentis steht für „Talentsichtung und -Förderung im Bielefelder Schwimmsport". Ziel ist es, ein Dach für die Talentförderung zu bilden, ein gemeinsames Training für die Zielgruppe der 7- bis 8-jährigen zu organisieren und später die Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen zu verbessern. Bereits zehn von elf heimischen Schwimmclubs haben sich angeschlossen und alle arbeiten am Konzept mit. Das Talentförderprogramm wird ab 2004 von der Stiftung Sparkasse unterstützt.

Der Vorstand seit 2002

Ab dem 1.04.2004 können große und kleine Inlineskater ihren Sport im Rahmen der neu gegründeten Abteilung Inlineskating ausüben. Hier werden die notwendigen Grundlagen dieser Sportart erworben und verfeinert. Das Angebot richtet sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Inlineskater jeden Alters. Neben dem Training der technischen Fähigkeiten gehören auch gemeinsame Ausfahrten und die Teilnahme an Skating-Veranstaltungen zum Programm der Abteilung. Ambitionierte Inlineskater haben überdies die Möglichkeit, in einem Speed-Team bei Inline-Skating-Rennen den Kampf gegen die Uhr aufzunehmen.

 

2004 zerbricht die Handball-Ehe zwischen der TSG Bielefeld und dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. Der männliche Erwachsenenspielbetrieb der Stammvereine der TSG Bielefeld (TSV Altenhagen 03 und SpVg Heepen e.V.) wird als HSG Bielefeld fortgeführt.

 

Im August 2005 wurde im Rahmen der Sportwerbewoche „110 Jahre Sport in Heepen" auf dem Sportgelände am Schützenberg gefeiert. Alle Abteilungen gaben einen kleinen Einblick in ihre Arbeit, indem sie ihren Sport den Heeper Bürgern präsentieren.

 

Die Abteilung Taijiquan (alte Schreibweise:Tai Chi Chuan) ergänzt seid 2006 das Angebot der SpVg Heepen e.V. Taiji ist eine alte chinesische Bewegungskunst, die auch unter dem Begriff „Schattenboxen" bekannt ist. Festgelegte Bewegungsabläufe („Form" genannt) werden vermittelt und eingeübt. Durch bewusste Ausführung von Bewegungsabläufen, die in Einklang mit den natürlichen Bewegungsmöglichkeiten des Körpers stehen, kann sich die/ der Übende vom Alltag lösen, seinen Körper wahrnehmen und entspannen. Gleichzeitig werden die motorischen Möglichkeiten und der Gleichgewichtssinn geschult.

 

Die Sportvereinigung Heepen e.V. ist 2008 mit ihren knapp 1.900 Mitgliedern einer der größeren Sportvereine in Bielefeld und kann auf eine wechselvolle und interessante Geschichte zurückblicken. Sport in Heepen, ausgelöst durch einige Männer die sich 1894 zusammenfanden, um zunächst einmal nur das Turnen zu pflegen. Daraus haben sich im Laufe der Zeit dreizehn Abteilungen in den verschiedensten Leistungs-, Jugend- und Breitensportarten entwickelt. Von Anfänger- über Wettkampfgruppen bis hin zu den Senioren – das richtige Angebot ist für jeden sport- und fitnessbegeisterten dabei.

Dieser Rückblick über die Anfänge und Höhepunkte des Heeper Sports soll einen kleinen Einblick in unsere Vereinsarbeit zeigen.

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